Leitbild der katholischen Kindergärten der Pfarrgemeinde St. Catharina Dinklage

 

Die Grundlage unseres christlichen Glaubens und Handelns ist das frohmachende Evangelium Jesu Christi. Werte, wie Nächstenliebe, Offenheit, Wertschätzung, Gleichheit, Toleranz, Ehrlichkeit und Freundlichkeit gegenüber jedem Menschen Jeder Mensch ist Teil der Schöpfung und von Gott gewollt. Wir respektieren die Würde des Menschen und dessen Einzigartigkeit. Was uns als Mitarbeiterinnen in der pädagogischen Arbeit zum Wohl des Kindes trägt und leitet wird deutlich in der Bibelstelle von der Heilung des Bartimäus.

Die Heilung eines Blinden bei Jericho, Mk 10,46-52:

Und sie kamen nach Jericho. Und als er aus Jericho wegging, er und seine Jünger und eine große Menge, da saß ein blinder Bettler am Wege, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an, zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und viele fuhren ihn an, er solle stillschweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich! Da warf er seinen Mantel von sich, sprang auf und kam zu Jesus.

 

Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde. Jesus aber sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte Jesus auf seinem Weg.

Kein namenloser Bettler, sondern Bartimäus- er hat einen Namen.

In der Bibel heißt es, dass Gott uns bei seinem Namen gerufen hat: jeder Mensch ist einzigartig.

Wir, in den Kindertagestätten nehmen alle Kinder in ihrer Individualität, mit ihren Stärken und Schwächen an, sie spüren: so wie ich bin, bin ich etwas Besonderes. Kind sein in unseren Einrichtungen heißt: Es ist gut, dass du da bist.

Bartimäus ruft Jesus - er hat den Mut, seine Stimme zu erheben.

Jedes Kind hat die Möglichkeit seine eigenen Ideen, Gedanken und Bedürfnisse einzubringen und durch unsere Zuwendung und Anerkennung seinen individuellen Wert zu erkennen. Die Kinder erfahren eine Gemeinschaft, in der Absprachen gelten und in der sie mitbestimmen können.

Bartimäus ruft Jesus an - daraus ergibt sich die Begegnung mit Jesus.

Die Vermittlung christlicher Werte und das religiöse Erleben ist durch unser vorbildliches Handeln im Umgang mit den Kindern täglich gegeben, unabhängig von ihrer Nationalität und Konfession.

Im Leben gibt es Widerstände, nicht immer erfährt der Mensch Zustimmung und Unterstützung, so ergeht es auch Bartimäus.

Wir nehmen die Fragen und Überlegungen jedes Kindes ernst und unterstützen es darin, seine eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten zu entwickeln, Erkenntnisse zu suchen und Problem zu lösen. Die spielerisch lernende Auseinandersetzung lässt sie zu selbstbewussten und selbstständigen Menschen werden.

Bartimäus kann wieder sehen, er ist  geheilt. Er macht die Erfahrung, wer sich an Jesus hält, ist gehalten.

Wir geben den Kindern die Möglichkeit, eine gute Beziehung zu Jesus einzugehen.  Kinder erfahren Gott als jemand, der sich für sie interessiert, der sie liebt und annimmt, der  einen Neubeginn ermöglicht. Damit Kinder diese Erfahrung machen können, gibt es unsere katholischen Kindertagesstätten.

 

Der pastorale Auftrag unserer Kindertagesstätten

Wir als Kindergarten sind ein wesentlicher Bestandteil der katholische Kirchengemeinde St. Catharina.

Wir sehen uns als: 

•Ort der Begegnung und Gemeinschaft

•Ort des Austausches und der gegenseitigen Hilfe

•Ort der Bildung, Betreuung und Erziehung 

•Ort, in dem Jesus im Alltag erlebbar wird

•Ort für kirchliche Feste und Feiern

 

Somit bieten wir in unseren Einrichtungen einen Lebens-, Erfahrungs- und Lernort für den Glauben.

 

Unser Selbstverständnis als Träger

Mit der Trägerschaft von Tageseinrichtungen für Kinder nimmt unsere Pfarrgemeinde ihren pastoralen Auftrag und ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Wir orientieren  unser Angebot an den Bedürfnissen der Kinder und den Lebensverhältnissen der Familien in unserer Pfarrgemeinde  und reagieren auf gesellschaftliche Entwicklungen. Wir engagieren uns in familien- und gesellschaftspolitischen Fragen. Wir legen Wert auf eine christliche Prägung unserer Tageseinrichtungen und achten zugleich andere Religionen und Kulturen. Als Pfarrgemeinde tragen wir Verantwortung für unsere Einrichtungen und unsere Mitarbeiterinnen und bringen ihnen als Dienstgeber unsere Wertschätzung und Anerkennung entgegen und stehen loyal zu ihnen.

 

Selbstverständnis der Mitarbeiter und der Leitung

In unseren Einrichtungen arbeiten Teams von motivierten, christlich lebenden, pädagogisch qualifizierten Fachkräften. Regelmäßige Fort- und  Weiterbildungen  sichern und erweitern ihre fachlichen Kompetenzen. Jeder Mitarbeiter übernimmt Verantwortung für seinen Arbeitsbereich und die Gesamteinrichtung. Bei der Weiterentwicklung ihrer Arbeit berücksichtigen die Mitarbeiterinnen gesellschaftliche Veränderungen, pädagogische und entwicklungspsychologische Erkenntnisse sowie Rückmeldungen von Eltern und Kindern.  Die Leitung übernimmt in Rücksprache mit dem Träger die Verantwortung für den pädagogischen und organisatorischen Ablauf der Kindertagesstätte, in der sie vom Team unterstützt wird.  Sie vertritt die Einrichtung in und außerhalb unserer Pfarrgemeinde und  kooperiert die Zusammenarbeit  mit anderen Institutionen.

 

Unsere Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern

Die gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns wichtig. Wir haben eine gemeinsame Aufgabe: die Erziehung und Bildung der Kinder. Unsere Einrichtungen sind Orte der Kommunikation. Unser Umgang mit den Eltern ist von Wertschätzung, Akzeptanz und  Toleranz geprägt. Über die Betreuung und Bildung  der Kinder hinaus bieten wir den Eltern Unterstützung und Beratung  für die Erziehung ihrer Kinder an.  Wir wünschen uns konstruktive Kritik und berücksichtigen die Meinung der Eltern bei Grundsatzentscheidungen.