Konzeption

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort - Kindergarten ein Stück Lebensweg

2. Rahmenbedingungen

3. Funktionsräume

4. Lebenssituation der Kinder

5. Unser Team

6.   6.1. Unser pädagogischer Auftrag

      6.2. Partizipation

7. Betreuungsangebote

8.   8.1. Tagesablauf

      8.2. Die pädagogischen Schwerpunkte in der Integrationgruppe

9. Unsere Aushängeschilder

      9.1. "Markenzeichen Bewegungskita"

      9.2. Schwerpunktkita: Sprache und Integration

      9.3. Das Spielen

10. Orientierungsplan

     10.1. Emotionale Entwicklung und soziales Lernen

     10.2. Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen

     10.3. Körper - Bewegung - Gesundheit

     10.4. Sprachbildung und Sprachförderung

     10.5. Lebenspraktische Kompetenzen

     10.6. Mathematisches Grundverständnis

     10.7. Ästhetische Bildung

     10.8. Natur- und Lebenswelt

     10.9. Religiöse Erziehung

11. Der Übergang zur Schule

     11.1. Schulvorbereitung und Zusammenarbeit Kindergarten - Grundschule

12. Beobachtung und Dokumentation

13.   13.1. Zusammenarbeit mit Eltern

        13.2. Beschwerdemanagement

14. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen

15. Zusammenarbeit mit Praktikanten

16. Schutzauftrag

17.   17.1. Qualitätsmanagement

        17.2. Qualitätssicherung

     

   

 

1.Vorwort- Kindergarten, ein Stück Lebensweg

 

Liebe Eltern, liebe Leser/-innen,

gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, Kindern ein gutes und stabiles Fundament für den Lebensweg mitzugeben. Das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken, ihre individuelle Entwicklung zu fördern und zu begleiten ist Ziel der pädagogischen Arbeit in unserem Kindergarten. In diesem Sinne wollen wir eine familienunterstützende und begleitende Kindertageseinrichtung sein. Diese Konzeption soll Eltern, dem Träger, den Praktikanten und allen Interessierten als Leitfaden durch unsere Einrichtung dienen.

 

 

2.Rahmenbedingungen

Unser Kindergarten ist einer von vier Kindergärten in Trägerschaft der

kath. Kirchengemeinde St. Catharina.

Er ist offen für alle Kinder, egal welcher Nationalität und Religion sie angehören und in welcher sozialen Stellung sie leben.

Der Kindergarten befindet sich am Stadtrand von Dinklage, in unmittelbarer Nähe zur Grundschule Höner-Mark.

Das Einzugsgebiet umfasst die Stadt Dinklage mit ihren Bauernschaften.

Überwiegend wird der Kindergarten von Kindern aus dem Einzugsgebiet der Grundschule Höner Mark besucht.

Der  Kindergarten, mit angrenzender großer Turnhalle, wurde 1972 für vier Kindergartengruppen gebaut und hatte somit Platz, um 100 Kinder am Vormittag zu betreuen.

1996 wurde eine Erweiterung notwendig und ein fünfter Gruppenraum mit Nebenräumen ist entstanden.

Seit Dezember 2003 arbeitet unser Kindergarten integrativ.

Heute bietet der Kindergarten 97 Kindern viel Platz zum Spielen und Lernen.

Neben den Gruppenräumen verfügt der Kindergarten über mehrere Nebenräume,

die für Kleingruppenarbeit genutzt werden können.

Folgende Räume stehen zur Verfügung:

 

-        Leiseraum

-        Mal- und Matschraum

-        Personalzimmer

-        Bauwagen

-        Flur - mit Bällebecken und verschiedenen Bewegungsangeboten

 

Im Kindercafe besteht für die Kinder die Möglichkeit, das Frühstück, das Mittagessen und die Vesper einzunehmen.

Eine große Turnhalle wird täglich für Bewegungsangebote und einmal in der Woche für ein psychomotorisches Angebot genutzt.

Der Kindergarten verfügt über ein großes Außengelände mit altem Baumbestand.

Auf dem naturnahen Spielplatz  gibt es viel Platz zum Spielen. Besonders ansprechend sind die Seillandschaft und die Wasserstelle.

 

3.Funktionsräume

 

1.Der Bauwagen ( Werkraum); draußen auf dem Außengelände

Der Bauwagen ist ein Raum, in dem die Kinder mit den unterschiedlichsten Materialien gestalterisch Erfahrungen machen können.

Für die Kinder  stehen z.B. Ton, Kleister, Holz, kostenloses Material etc. zum kreativen Handeln zur Verfügung.

Die Kinder erlernen den Umgang mit unterschiedlichen Werkzeugen und der Werkbank.

Hierbei tragen sie die Verantwortung für sich und das Material.

Handlungsorientiertes Arbeiten in Teilschritten wird vermittelt.

Ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt und ihre Fantasie angeregt.

Erste Ansätze von Berufszweigen können vermittelt werden.

Der Raum kann auch im Winter genutzt werden, Heizung ist vorhanden.

 

 

2.Der Leiseraum

Es ist ein Raum für Kleingruppenarbeit mit unterschiedlichen Materialien zur Förderung von kognitiven und feinmotorischen Fähigkeiten.

Zusätzlich ist dieser ein reizarmer Raum, mit klaren Strukturen für Angebote, die eine ruhige Umgebung fordern, z.B.

 - Bilderbuchbetrachtung und Vorlesen

- Traumreisen, Meditation

- Massagen

- musikalische Angebote

- religiöse Angebote

- Gesellschaftsspiele

In Kleingruppen können soziale Kontakte geknüpft  oder vertieft werden. Außerdem wird eine intensive Zuwendung zum einzelnen Kind ermöglicht. Konzentration und Lernerfahrungen werden in dieser störungsfreien Atmosphäre intensiviert.

 

 

3.Der Mal- und Matschraum

Beim Spielen sammeln Kinder wertvollste grundlegendste Erfahrungen über ihre Umwelt und vor allem über ihren eigenen Körper.

Wenn alle sensomotorischen Erfahrungen und Informationen gut verarbeitet (integriert) werden, entsteht daraus eine klare subjektive Wirklichkeit.

Wir brauchen eine gute subjektive Integration, denn darauf beruhen alle unsere Fähigkeiten und Kompetenzen: eigene Körperwahrnehmung und Körperkoordination, Sozialverhalten, Umgang mit Materialien und Geräten            (Planung, Geschick) und Kulturtechniken, wie geistige Leistungen.

Ein Kind muss bevor es sich an einer Tafel oder in seinem Schulheft zurechtfinden kann, zuerst eine gute Orientierung an seinem Körper und dann im Raum haben.

Der Mal-und Matschraum ist ein Ort, in dem die Kinder wichtige                 (Sinnes-)Erfahrungen „nachholen“ können und dürfen. Sie dürfen mit Creme, Wasser, Seife, Rasierschaum, Farben, Pinseln und Schwämmen ihre eigenen Körpererfahrungen machen. Ein großer Wandspiegel vertieft die Wahrnehmung.

Der Raum ist mit Fußbodenheizung und Dusche ausgestattet, so dass die Kinder in Badekleidung diese Dinge erleben können.

 

4.Lebenssituation der Kinder

Unser Kindergarten befindet sich in einem älteren Siedlungsgebiet.

Durch die Nähe zur Schule leben hier in mehreren alten, aber auch neuen Wohngebieten viele Familien mit Kindern in Einfamilienhäuser oder Wohnungen.

Viele Kinder, die unseren Kindergarten besuchen, wachsen in unterschiedlichsten Familienmodellen auf.

Unsere Einrichtung ist für viele Familien gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen.

Der allgemeine Wandel unserer Gesellschaft hat die Lebenssituation vieler

Familien und ihrer Kinder verändert:

 

• Berufstätigkeit beider Elternteile,  die Zeit für die Familie wird immer knapper

• Die Verunsicherung der Eltern wächst, vielen Eltern fällt es durch die Flut von unterschiedlichen pädagogischen      Informationen durch die Medien schwer Grenzen zu setzen

• Moderne Medien bestimmen zunehmend mehr den Tagesablauf der Kinder

• die freien Spielräume der Kinder werden zunehmend beschränkt, somit werden natürliche Abläufe in der Natur für sie   immer fremder.

• Veränderte Familienstrukturen, Migrantenfamilien, Einelternfamilien, Patchwork- Familien, Flüchtlingsfamilien etc.   

         

Unsere Reaktion:

Auf die gesellschaftliche Veränderungen, insbesondere die der kindlichen Welt, wollen und müssen wir reagieren mit: 

• verlängerten Öffnungszeiten,

• verschiedenen Betreuungsangeboten

• stabilen und sicheren Beziehungen

• Ritualen und klaren Strukturen

• vielen Bewegungsangeboten innerhalb und außerhalb der Einrichtung (Bewegter Kindergarten)

• Exkursionen in den Wald bzw. in die nähere Umgebung

• Entwicklungsgespräche, Beratungsgespräche, Kooperation mit verschiedenen Institutionen

 

 

5.Unser Team

Unser Team besteht aus 17 pädagogischen Mitarbeiterinnen unterschiedlicher Fachrichtungen:

- Sozialpädagogik

- Heilpädagogik

- Heilerziehungspflege

- Logopädie

Unterstützt werden wir von zwei Reinigungskräften  und einem Hausmeister.

Wir sind ein gewachsenes und qualifiziertes Team und arbeiten schon viele Jahre zusammen. Es gibt wenig Wechsel im Kollegium und somit der Bezugspersonen.

Unsere Kompetenz und Professionalität sichern wir durch Fort – und Weiterbildungen.

Gern arbeiten wir auch mit Praktikantinnen und Praktikanten der Fachschulen und Universität zusammen.

Eine gute Zusammenarbeit in unserem Team ist für die Basis einer guten Qualität wichtig.

 

Teamarbeit bedeutet für uns:

 

-  Hilfe und Unterstützung zu geben und sich gegenseitig zu informieren

-  Verantwortung zu übernehmen

-  Respektvoller Umgang miteinander

-  Vertrauen, Akzeptanz und Ehrlichkeit

-  Gemeinsames Planen von Projekten, Festen und Feiern

-  Kompetenzen der Kolleginnen zu nutzen

-  Kollegiale Beratung

-  Sich gemeinsam Ziele zu setzen  

 

 

6.1 Unser pädagogischer Auftrag

Alle pädagogischen Belange sind durch das Niedersächsische Kindertagesstättengesetz ( KiTaG) geregelt. Das bundesweite Kinder- und Jugendhilfegesetz((§22  KJHG) ist unserem Landesgesetz übergeordnet. Als Grundlage für unsere Bildungsarbeit betrachten wir den Niedersächsischen Orientierungsplan  für Bildung und Erziehung. Die Rahmenbedingungen werden durch das Regulativ für die kath. Kindertagesstätten im Offizialatsbezirk Oldenburg festgelegt.

Der Betreuungsauftrag besteht darin, Kindern in erfahrbaren Beziehungen treu zu sein.

Wir sehen jedes Kind als ein Geschenk Gottes und damit als wertschätzende Persönlichkeit. Wir sehen Kinder als Gegenüber, zu denen wir eine respektvolle und  zuverlässige Beziehung  aufbauen wollen.

Unter dem Erziehungsauftrag sehen wir uns in der Praxis als Entwicklungsbegleiterinnen der Kinder.

Das Kind mit seinen Interessen und Bedürfnissen wahrzunehmen, bildet den Ausgangspunkt für die inhaltliche Ausrichtung unserer pädagogischen Arbeit.

 

„Alles, was wir die Kinder lehren, können Sie nicht mehr selbst entdecken und damit wirklich lernen“

(Piaget)

Da wir wissen, dass die Neugier der Motor für das Leben ist, nutzen wir die kindliche Neugierde um Bildungsprozesse bei ihnen in Gang zu setzen.

Der Bildungsauftrag besteht darin, die Neugierde und das Lernverhalten der Kinder ganzheitlich zu unterstützen.

Der Niedersächsische Orientierungsplan bildet die Grundlage unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit.

In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns, an den religiösen Festen im Kirchenjahr, Feste und Feiern der entsprechenden Jahreszeiten, Situationen aus den Gruppen und Bereiche, die den Kindern, uns pädagogischen Mitarbeitern und Eltern wichtig erscheinen.

Unser oberstes Ziel ist es, zu dem Kind ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen und dem Kind Sicherheit in der Umgebung( Haus, Gruppenraum, Spielplatz etc.) zu geben.

Wenn ein Kind sich wohl und angenommen fühlt ist es frei und offen für seine Umgebung, kann sich auf Lernprozesse einlassen und sich seiner Persönlichkeit entsprechend entwickeln.

Die Förderung der Selbstständigkeit, des Selbstwertgefühls, das Stärken des Selbstbewusstseins, Toleranz üben, die Fähigkeit Konflikte zu lösen und Frustration zu ertragen, gehören zu den Zielen unserer pädagogischen Arbeit.

 

 

6.2.Partizipation

In der Pädagogik versteht man unter dem Begriff der Partizipation die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen; dies bezieht sich auf Ereignisse und Entscheidungsprozesse, die das Zusammenleben betreffen.

Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in der Kindertagesstätte. Uns ist es wichtig, den Alltag und das Miteinander gemeinsam mit den Kindern zu gestalten.

Partizipation (=Teilhabe) basiert auf Demokratie, deren drei Grundwerte Freiheit, Gleichberechtigung und Solidarität sind.

Partizipation ist ein wesentliches Element. Es bedeutet aber nicht, dass Kinder alles dürfen!

Es geht um das Recht der Kinder, ihre Meinung frei zu äußern und diese Meinung angemessen und entsprechend ihres Alters und ihrer Reife zu berücksichtigen.

Wir sehen Kinder als kompetente kleine Menschen, die in der Lage sind, ihren Alltag eigenständig zu gestalten. Wir trauen Kindern etwas zu, nehmen sie ernst und begegnen ihnen mit Achtung, Respekt und Wertschätzung.

Indem wir den Kindern Fragen stellen, ermutigen wir sie ihre Bedürfnisse in Worte zu fassen.

Außerdem lassen wir die Kinder Handlungsmöglichkeiten ausprobieren, nach eigenen Lösungen suchen und begleiten und unterstützen sie dabei. Hierdurch erfahren sie positive und negative Folgen ihrer Entscheidung.

Wir finden Beteiligungsformen, wie z. B. gleitendes Frühstück, Morgenkreis/Morgenimpuls, Erzählkreis, Abstimmungen, freie Wahl von Spielpartnern und Spielmaterial, Projektarbeit etc.

 

 

7.Betreuungsangebote

In fünf Gruppen können heute bis zu 97 Kinder aufgenommen werden.

In unserer Einrichtung gibt es zurzeit vier Integrationsgruppen und eine Regelgruppe mit Ganztagsbetrieb (kleine Ganztagsgruppe bis 10 Plätze).

In der Sternengruppe/Ganztagsgruppe sind 25 Kinder im Alter von 3-6 Jahren bis 11.45 Uhr. Im Vormittagsbereich arbeiten zwei Fachkräfte.

Von 11.45 Uhr bis 16.00 Uhr sind 10 Kinder mit einer Fachkraft.

In der Regenbogen-, Sonnen-, Marienkäfer- sowie in der Blumengruppe stehen 18 Kindergartenplätze zu Verfügung. Hier werden jeweils 4 Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Diese  vier Integrationsgruppen sind mit drei Fachkräften besetzt.

Bei der Schulanmeldung werden im Rahmen des Sprachfeststellungsverfahrens die zukünftigen Vorschulkinder überprüft, wodurch ihr Förderbedarf festgestellt wird. Dieser wird im letzten Kindergartenjahr durch eine Lehrkraft der zuständigen Grundschule gefördert (1 Std pro Woche, pro Kind).

Im Rahmen der Kooperation mit dem TVD der Stadt Dinklage,

fahren wir einmal wöchentlich zum Bewegungsangebot in die Jahn Retro Halle.Bei Bedarf haben die Integrationskinder die Möglichkeit, therapeutische Maßnahmen, wie z. B. Logopädie, Krankengymnastik etc. während der Bereuungszeit in unserer Einrichtung wahrzunehmen.

 

 

8.1.Tagesablauf unserer Gruppen

 

1. Bringphase:

Wir bieten einen Frühdienst ab 7.30 Uhr an. Kinder die diese Zeit  beanspruchen, werden gemeinsam in der Regenbogengruppe betreut. Ab 7.45 Uhr gehen sie dann in ihre jeweiligen Gruppen.

In der Regel werden die Kinder zwischen 7.45 Uhr und 8.30 Uhr in den Kindergarten gebracht. Dort werden sie von den Erzieherinnen in Empfang genommen.

 

2. Freispiel

 

Während des Vormittags können sich die Kinder im Gruppenraum frei bewegen (z.B. in der Bewegungsecke) und sich ihre Spielpartner und das  Spielmaterial  selbstständig  wählen. Zusätzlich nutzen sie den tagesweise festgelegten Ausweichraum. Auch haben die Kinder die Möglichkeit unseren Spielplatz oder  in einer Kleingruppe das Bewegungsangebot in der Turnhalle wahrzunehmen.

 

3. Morgenkreis/ Morgenimpuls

 

Im Morgenkreis/ Morgenimpuls wird gebetet, gesungen und erzählt. Er beinhaltet ein Ritual, welches den Kindern  Sicherheit und Orientierung gibt

(Begrüßung, Information über Aktivitäten des Tages,  die Anwesenheit der Kinder wird festgestellt, Lieder, Spiele, Geburtstagsfeiern,…).

In der Ganztagsgruppe findet  ein Mittagskreis statt, wo sich die Inhalte vom Morgenkreis wiederfinden. 15 Kinder werden dort verabschiedet  gehen in die Verlängerung oder nach Hause. 10 Kinder nehmen am Mittagessen teil und bleiben dann bis 16.00Uhr im Ganztagsbetrieb.

 

4. Frühstück

 

Im Kindercafe kann zwischen 8.30 und 10.30 Uhr gefrühstückt werden.

Die Kinder entscheiden selbst wann und mit wem sie frühstücken möchten. Sie treffen dort Freunde aus anderen Gruppen und haben Zeit ihr mitgebrachtes Frühstück einzunehmen. Dort stehen für die Kinder Getränke und ein Obst-/ Gemüseteller bereit. Das Cafe wird jeden Tag von einer Fachkraft begleitet.

 

5. Angebotsphase

Im Laufe des Vormittags finden themenorientierte Angebote in kleinen und größeren Gruppen in verschiedenen Räumlichkeiten der Einrichtung statt.

Hierzu gehören:

-   Offenes Bewegungsangebot: Aus jeder Gruppe treffen sich Kinder zum gemeinsamem Turnen in der Turnhalle

-   Gruppeninternes Bewegungsangebot

-   Religionspädagogische Übungen

-   Musikalische Früherziehung

-   Bilderbuchbetrachtung, Erzählen von Geschichten

-   Kreatives Gestalten

-   Lebenspraktische Tätigkeiten

-   Sing- und Kreisspiele

-   Durchführung verschiedener Experimente

-    Exkursionen (Spaziergänge,  Waldtage, Einkaufen gehen)

Täglich nutzen wir unser Außengelände, damit die Kinder ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachkommen können.

 

Gegen viertel vor Zwölf Uhr essen die Kinder aus den Integrationsgruppen zu Mittag (1. Gruppe), die Kinder der Ganztagsgruppe essen ab ca. 12.30 Uhr   (2. Gruppe). Die beiden Gruppen werden jeweils von einer Fachkraft und einer hauswirtschaftlichen Mitarbeiterin begleitet. Das Mittagsessen wird kurz vor der Ausgabe von einem Catering Service geliefert.

 

 

7. Abholphase

In der Regelgruppe endet der Kindergartenvormittag um 11.45 Uhr.

In den Integrationsgruppen schließt er  um 12.45 Uhr.

Der Spätdienst( Sonderöffnung) wird in zwei Gruppen angeboten, er endet um 12.45 Uhr bzw. 13.30 Uhr  Die Kinder können dort im Freispiel nach ihren Wünschen und Bedürfnissen den Vormittag beenden. ,

Die Kinder der Ganztagsgruppe können bis 16 Uhr abgeholt werden. Sie haben noch die Möglichkeit nachmittags eine weitere Mahlzeit im Cafe einzunehmen (vespern).

Die Eltern haben in der Bringphase, wie auch in der Abholphase, die Gelegenheit  mit den Erzieherinnen Informationen auszutauschen (Tür- und Angelgespräche).

 

 

8.3 Die Pädagogische Schwerpunkte in der Integrationsgruppe

Integrative Erziehung bedeutet die Eingliederung in ein Gemeinsames. Allen Kindern soll soziale Teilhabe und Chancengleichheit ermöglicht werden. Die Unterschiedlichkeit aller Kinder wird als Bereicherung angesehen und akzeptiert. Die Integrationsgruppe schafft den Raum, indem das einzelne Kind Entwicklungsfortschritte nach seinem individuellen Tempo erreichen kann.

Innerhalb der Integrationsgruppe bieten wir den Kindern vermehrt Kleinstgruppenarbeit (3-5 Kinder), sowie individuelle Einzelförderung an. Darüber hinaus nehmen die Kinder regelmäßig am therapeutischen Reiten und am Bewegungsangebot im Wasser teil.

Die Grundlage des pädagogischen Handelns ist, genaues Beobachten und Wahrnehmen des einzelnen Kindes, sowie der Gruppe. Umso dort ansetzen zu können, wo die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder liegen. Voraussetzung dafür ist, die ständige Reflexion des eigenen Handelns sowie die Reaktionen der Kinder. Eine besondere Bedeutung kommt dem Wahrnehmen und Beachten von Beziehungen der Kinder untereinander und zwischen Kindern und Pädagogen zu.

Sehr wichtig ist auch der regelmäßige Austausch mit den Eltern bezüglich des Entwicklungsstandes des jeweiligen Kindes. Zu diesem Zweck bieten wir den Eltern auch Hausbesuche, sowie regelmäßige Entwicklungsgespräche an.

 

9.Unsere Aushängeschilder

9.1.„Markenzeichen Bewegungskita“

„Kinderwelt ist Bewegungswelt“, daher haben wir uns Anfang 2010 entschieden eine Weiterqualifizierung für das ganze Team im Rahmen des „Markenzeichen Bewegungskita“ zu machen.

Es ist unser Ziel, durch Bewegung und Wahrnehmung

-        das Selbstkonzept zu stärken

-        Materialkompetenz zu vermitteln

-        Sozialkompetenz zu erlernen

-        Lernen zu fördern

-        die Entwicklung der physiologischen Funktionen und des Herz-Kreislauf- Systems zu unterstützen

-        die Entwicklung des Nervensystems, sowie des Muskel-Skelettsystems zu unterstützen

-        die motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern

 

Die Umsetzung unserer Ziele erfolgt durch:

-  Jedes Kind bekommt die Möglichkeit ein strukturiertes Bewegungsangebot   von 120 Min. in der Woche      wahrzunehmen.

-  In jeder Gruppe ist eine Bewegungsecke/Bewegungsangebot eingerichtet (z.B. Hängematte, Kletterbaum usw.)

-  Bewegungsmöglichkeiten  auf dem Flur (z.B. Bällebecken) und auf dem großen Außengelände.

-  Das gesamte Team nimmt regelmäßig an Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema „Bewegung/Psychomotorik“ teil.

 

9.2.Schwerpunktkita für Sprache und Integration

Unsere Einrichtung nimmt seit August 2012 an dem Projekt „Frühe Chancen- Schwerpunkt Kindertagesstätte für Sprache und Integration“ teil. Im Rahmen des Projekts wurde eine zusätzliche Fachkraft eingestellt. Im Dezember 2015 endet das Projekt. Ab Januar 2016 wird eine Mitarbeiterin als Ansprechpartnerin zu diesem Thema zur Verfügung stehen. Sie hat eine entsprechende Langzeitfortbildung erfolgreich absolviert.( Ausführlich beschrieben im Punkt 10.4)

 

9.3. Das Spielen

Das Spielen ist ein elementares Grundbedürfnis von Kindern. Es bedeutet für Kinder eine ernsthafte Tätigkeit. Die ist auch der Grund dafür, dem Spielen in unserer Einrichtung einen angemessenen Platz einzuräumen. Durch die Entscheidungsfreiheit über den Spielort, die Spielart, den Spielpartner, die Spieldauer und den Spielverlauf lernt das Kind selbstständiges Handeln.

Wichtige Merkmale des Spielens:

Ziele sind:

-   Ausbilden aller Sinne

-   Interessen wecken

-   Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln

-   Ausdauer und Geduld üben

-   Rücksicht nehmen auf Andere

-   Werterhaltung und Wertschätzung erleben

-   Selbstständigkeit entwickeln

-    Erprobung Motorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten

-    Sprachbildung

 

Bedeutung des Spiels für das Kind :

-   unbeobachtet spielen  und lernen

-   intensives Spielen lernen (frei von äußeren Einflüssen)

-   auf andere Kinder zugehen, andere Kinder ansprechen

-   den Mut entwickeln, sich außerhalb des Gruppenraumes annehmen       

     (z. B. in einer anderen Gruppe, Bewegungsbaustelle, Kindercafe)

-   Rückzugsmöglichkeit haben (träumen, ausruhen, beobachten)

-   Konzentration und Ausdauer erweitern

 

Bedeutung des Spiels für die pädagogische Fachkraft :

 

-  sie hat die Möglichkeit, regelmäßige, gezielte und spontane Beobachtungen zu machen

     -  Reflektion über den Entwicklungsstand und die Rolle des Kindes in der Gruppe  vorzunehmen

-   besondere  Begabungen oder Entwicklungsrisiken zu erkennen

-   durch Anregungen und/ oder Hilfestellung das Spiel der Kinder zu erweitern und zu bereichern

-   Grundlegende Werte und Normen zu vermitteln

-   Entwicklung/Anregung emotionaler und sozialer Kompetenzen

-   Wortschatzerweiterung zu fördern

-    auf die Schule und das weitere Leben vorzubereiten

 

10.Orientierungsplan für Bildung und Erziehung

10.1.Emotionale Entwicklung und soziales Lernen

Der Kindergarten bietet ein sehr wichtiges Erfahrungsfeld im sozialen und emotionalen Entwicklungsbereich der Kinder.

In der emotionalen – sozialen Entwicklung lernen Kinder im Kontakt untereinander und mit Bezugspersonen, Fähigkeiten sich als Person zu erleben, ihre Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.

Dadurch, dass die Kinder sich ihrer eigenen Gefühle bewusst werden (emotionale Entwicklung) sind sie in der Lage sich in andere Menschen hineinzuversetzen und ihre Beziehungen zu ihnen zu gestalten (soziales Lernen).

 

Es ist unser Ziel, dass Kinder lernen:

 

•  ihre eigene persönliche Kompetenz zu erlangen

•  sich als eigenständige Person wahrnehmen und ihre Gefühle auszudrücken

•  Bindungen und Beziehungen mitzugestalten

•  soziale Regeln auszuhandeln

•  mit Konflikten umzugehen

•  Rücksicht zu nehmen und sich in andere hineinzuversetzen

•  ein Gruppengefühl zu entwickeln

 

Die Umsetzung unserer Ziele erfolgt durch:

•  eine verlässliche konstante Atmosphäre (Personal, Räume, regelmäßige Tages- und Wochenabläufe)

•  freundliches zugewandtes kommunizieren

•  Lernen, Gefühle zu zeigen und auszudrücken, durch Bücher, Gespräche und  Vorbildfunktion der Fachkräfte

•  das Lernen in Kleingruppen

•  angemessene Konfliktbewältigung

•  Hilfestellung bei Strategieentwicklungen

•  friedvolles, respektvolles Miteinander

 

10.2.Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und

der Freude am Lernen

Kognitive Fähigkeiten beinhalten den gesamten Wissenserwerb der Kinder. Es ist eine Herausforderung für uns, die Interessen und Themen der Kinder zu erkennen, ihren Wissensdrang, ihre Neugierde und ihre Freude am Lernen lebendig zu halten. Wir unterstützen selbst organisiertes Lernen der Kinder und regen sie an, ihre eigenen Lernwege zu bestreiten

Es ist unser Ziel, dass die Kinder

 

•  Lernfreude und Neugier entwickeln, sich die Welt zu erschließen

•  einen eigenen Lernrhythmus finden

•  Sachinteresse und Kreativität entwickeln

•  Wissensvermittlung auf spielerische Ebene erfahren

 

Die Umsetzung unserer Ziele erfolgt durch:

•  Wir erkennen und dokumentieren die Interessen und Themen der Kinder, greifen ihre Ideen auf und erweitern sie    

   durch zusätzliche Impulse und Angebote

•  Wir schaffen eine Lernatmosphäre, die Kinder ermutigt, zu lernen und fordern sie und uns heraus, Neues  

   auszuprobieren.

•  Wir interessieren uns für die individuellen Lernwege der Kinder und nutzen vielfältige Dokumentationsformen, die

    Lernwege für uns, für die Kinder und ihre Eltern festzuhalten z. B. Portfolio.

•  Förderung von Ausdauer und Konzentration (durch z. B. Memory / Bücher)

•  Die Kinder erhalten vielfältige Angebote

 

10.3.Körper- Bewegung- Gesundheit

Bewegung ist das Tor zum Lernen.

Heute kommen Kinder mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen und Vorerfahrungen in den Kindergarten. Für die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes sind ausreichende Bewegungsmöglichkeiten wichtig.

Wir nehmen die Kinder in ihren grundlegenden Bedürfnissen nach Bewegung

wahr, schaffen herausfordernde Bewegungsangebote, stärken die Freude am eigenen Körper, achten auf die Entwicklung eines positiven Selbstbildes und unterstützen ein positives Gesundheitsbewusstsein.

„Bewegung macht schlau!“ (Renate Zimmer)

Es ist unser Ziel, dass die Kinder

•  durch Bewegung ihre Umwelt wahrnehmen und erfahren.

•  ein positives Körperbewusstsein entwickeln.

•  Grob- und Feinmotorik, sowie eine gute Koordinationsfähigkeit entwickeln.

•  den Einsatz von Körperkraft und die Steuerung ihrer Bewegung erproben können.

 

Die Umsetzung unserer Ziele erfolgt dadurch, dass

•  wir im Team über die grundlegenden und unterschiedliche Bewegungsbedürfnisse der Kinder verständigen.

•  wir die körperliche Entwicklung jedes Kindes beobachten und dokumentieren und es in seiner Körperwahrnehmung  

    und seinem Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten unterstützen.

•  wir regelmäßige gruppeninterne und gruppenübergreifende Bewegungsangebote anbieten.

•  wir die Bedeutung von gesunder Ernährung und Gesundheitsvorsorge erkennen und Angebote, die das

   Gesundheitsbewusstsein der Kinder stärken entwickeln.

 

10.4.Sprachbildung und Sprachförderung

Das Leitprinzip unserer Einrichtung ist eine alltagsintegrierte und situationsorientierte Sprachbildung und Sprachförderung. Sie richtet sich an alle Kinder und liegt im Aufgabenbereich aller pädagogischen Fachkräfte.

Eine offene, wertschätzende und zugewandte Haltung dem Kind gegenüber spielt eine entscheidende Rolle. Denn diese ist grundlegend für den Aufbau einer stabilen Beziehung zwischen der pädagogischen Fachkraft und dem Kind. Eine sichere Bindung dient dazu, Kinder stark zu machen, ihnen ein positives Selbstbild zu vermitteln sowie eine Lernbegeisterung zu entfachen. Wir gestalten die Alltagssituationen so, dass sie sprachliche Anlässe bieten, in denen die Kinder ihre Sprache aktiv und mit Freude erproben und erweitern können. Dabei suchen wir stets den Dialog mit dem Kind. Im Kindergartenalltag werden die Interessen der Kinder sowie der jeweilige Entwicklungsstand berücksichtigt.

Eine wichtige Grundlage des Spracherwerbs bei Kindern ist das Vorbild ihrer Bezugspersonen. Ein besonderes Anliegen ist uns die ständige Reflexion unseres Sprach- und Sprechverhaltens. Dabei achten wir auf eine entwicklungsangepasste, variationsreiche Wortwahl und Satzlänge. Ferner sind grammatikalisch korrekte Sätze und eine klare, deutliche Artikulation von Bedeutung. Das Ziel dabei ist es den Kindern, neben der Alltagssprache,  auch die Bildungssprache näher zu bringen.

Die Mehrsprachigkeit der Kinder sehen und schätzen wir als Ressource und Gewinn. Diese ist von enormer Bedeutung für den Erwerb der Zweitsprache. Schließlich ist die Sprachpraxis der Familie ein wesentliches Element der individuellen Lebenserfahrung des Kindes, seiner ersten prägenden Sprachaneignung und seiner Persönlichkeit. Darüber hinaus bestärken wir die Eltern darin, mit ihrem Kind in der Sprache zu sprechen, in der sie sich flüssig und  kompetent verständigen können. Denn je qualitativ hochwertiger die Kompetenzen des Kindes in der Erstsprache sind, desto leichter wird es dem Kind fallen die deutsche Sprache zu erlernen.

Für die Einschätzung und die Dokumentation des Sprachentwicklungsstandes nutzen wir folgende Beobachtungsverfahren:

 

-   Entwicklungsbeobachtung und Dokumentation nach Petermann und Petermann

-   Ravensburger Lautüberprüfung

-   Marburger Sprachscreening für 4-6 jährige Kinder

-   Beobachtung des Sprachverhaltens und des Interesses an Sprache i. A. an  

     SISMIK

 

Ganzheitliche Sprachförderung

Mit Sprachförderung wird die Gesamtheit der Methoden bezeichnet Kinder auf den sprachlichen Entwicklungsstand Gleichaltriger zu bringen. Dies geschieht, indem man ihnen mit angemessenen Methoden hilft, allgemeine Fortschritte in der Beherrschung der Sprache zu machen. Beachtung finden dabei alle Bereiche der sprachlichen Entwicklung:

-   Semantisch-lexikalische Ebene (Sprachverständnis und passiver/aktiver Wortschatz)

-   Phonetisch- phonologische Ebene (Artikulation)

-   Morphologisch-syntaktische Ebene (Satzbau/Wortbildung)

-   Pragmatisch-kommunikative Ebene (Sprachgebrauch)

-   Mundmotorik

-   Auditive Wahrnehmung (z.B. Zuhören)

 

Im Rahmen der Sprachförderung werden Situationen im Alltag und im Spiel gezielt so genutzt, dass alle Kinder ihre sprachlichen Fähigkeiten anwenden und weiter entwickeln können. Durch spezifische Anregungen, wie z.B. handlungsbegleitendes Sprechen, corrective feedback, Erweiterung kindlicher Äußerungen und aktives Zuhören lernen Kinder die Struktur der Sprache kennen. Wichtig ist die Wiederholung von Inhalten in vielen alltäglichen Kontexten, die dazu beitragen, dass sich erworbene Sprachkenntnisse festigen.

Die sprachlichen Bildungs- und Lernprozesse werden z.B. im Rahmen der Portfolio Arbeit verdeutlicht.

 

10.5.Lebenspraktische Kompetenzen

Die lebenspraktische Kompetenz beschreibt  die Selbstständigkeit des Kindes zur Bewältigung des Alltags. Der Wunsch etwas alleine zu bewältigen ist für alle Kinder ein Bedürfnis. Wenn wir dem Kind helfen etwas selbst zu tun, geben wir Entwicklungsanreize, die die Selbstständigkeit und das Selbstwertgefühl unterstützen.  Dadurch wird das Kind motiviert selbst tätig zu werden und eignet sich weitere lebenspraktische Fähigkeiten an. Altersentsprechend übernehmen  die Kinder zunehmend Verantwortung für sich selbst und für ihre Umwelt.

Es ist unser Ziel, dass die Kinder:

 

• immer unterstützt werden, ihre Tätigkeiten, altersgemäß alleine zu Bewältigen.

• Kompetenzen neu erwerben und diese immer wieder ausprobieren können.

• Genügend Zeit für ihre Aufgaben bekommen.

 

Die Umsetzung der Ziele erfolgt durch:

• Selbstständiges an- und ausziehen

• Selbstständiges ein- und abdecken von Geschirr

• Erlernen des Umgangs mit verschiedenen Werkzeugen

• Exkursionen in die nähere Umgebung z. B Einkauf, Kirche, Bücherei

• Zubereiten von Speisen, etc. 

 

10.6.Mathematisches Grundverständnis

Die mathematische Bildung erfolgt auf spielerischer Ebene. Sie wird in vielen verschiedenen Spielsituationen und Spielmöglichkeiten erarbeitet.

Wir ermöglichen den Kindern die Erfahrung, sich mit mathematischen Grundkenntnissen auseinanderzusetzen.

 

Es ist unser Ziel, dass die Kinder:

•        Grundstrukturen der Zeit kennen lernen

•        Begriffe von Formen und Körpern lernen

•        Reihen bilden und Muster fortsetzen können

•        Begriffe zur Raum-Lagebeziehung vermittelt bekommen

•        Zahlen und Mengen erfassen, zuordnen und benennen können

•        Größen messen und Objekte vergleichen

 

Die Umsetzung unserer Ziele erfolgt durch:

•        Geregelte Zeitabläufe, Tagesplan, Wochenplan

•        Konstruktionsmaterial (Bauen, legen, stapeln)

•        Bewegungsspiele ( Raum- Lage- Erfahrungen)

•        Lieder und Fingerspiele ( Zahlen)

•        Möglichkeiten zum Experimentieren (z.B. Sandtisch, Wasserstelle)

•        Sortieren und Ordnen von Gegenständen nach Größe, Länge oder Gewicht

•        Gesellschaftsspiele ( z.B. Würfel)

 

10.7.Ästhetische Bildung

Die Wahrnehmung und der Gebrauch der Sinne sind Grundlage für die ästhetische Bildung. Wenn Kinder malen, gestalten und musizieren bringen sie ihre Sicht der Welt und ihre Gefühle zum Ausdruck.

Unter ästhetischer Bildung verstehen wir die pädagogische Auseinandersetzung aus den Bereichen: z.B. Malerei, Musik, Literatur und Theater. Im Mittelpunkt steht die Kreativität der Kinder und nicht das fertige Produkt.

 

Es ist unser Ziel, dass die Kinder:

• ihre eigenen Ausdrucks- und Gestaltungswege entdecken

• die Ausdrucks- und Gestaltungswege anderer kennen lernen und sich damit auseinander setzen

• ihre Gefühle wahrnehmen und ausdrücken können.

• Eine Förderung der Wahrnehmung bekommen

• Stolz für ihre entstandenen Werke empfinden

 

Die Umsetzung unserer Ziele erreichen wir durch:

• Bildnerisches Gestalten, Zeichnen, Malen, Kochen, Experimentieren mit Farben….

• Rollenspiele, Handpuppen, Theaterspiele

• Ein vielfältiges Materialangebot ( Farben, Schminke, Natur- und Alltagsmaterial)

• Musikalische Früherziehung mit Instrumenten, Singen, Klanggeschichten, Lieder aus verschiedenen Ländern,

• Bewegen und Tanzen nach Musik

•  Ausstellen der Arbeiten der Kinder

•  Fotodokumentation als Wertschätzung der Arbeiten der Kinder

•  Das wahrnehmen von besonderen Räumen

•  Betrachtung von Bilderbüchern

 

10.8.Natur- und Lebenswelt

Die Begegnung mit der „Natur“ in ihren verschiedenen Erscheinungsformen und Erkundungen im Umfeld des Kindergartens erweitern und bereichern den Erfahrungsschatz der Kinder. Sie lassen sie teilhaben an der realen Welt, die nicht didaktisch aufbereitet ist und sie bieten die  Chance zum Erwerb von Weltwissen, Forschergeist und lebenspraktischen Kompetenzen.

Es ist unser Ziel, dass Kinder

•  die Natur mit allen Sinnen wahrnehmen

•  die Umgebung des Kindergartens kennen lernen/ Verkehrserziehung

•  Naturwissenschaftliche Zusammenhänge erfahren und erforschen (z. B. Licht und Schatten, Schwerkraft)

•  die verschiedenen Naturobjekte erfahren- wie Garten, Jahreszeiten, Tiere…

•  die Natur schützen und bewahren

 

Die Umsetzung unserer Ziele erfolgt durch:

• Ausflüge in die nähere Umgebung

• Beobachten der Bäume, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten

• Anleitung durch Bücher zur Natur

• Sammeln von Naturmaterial

• Anlage eines Blumen- und Gemüsebeetes

• Beobachten des Wetters

• Waldtage

• Dokumentieren der Erlebnisse durch Fotos und Naturmaterialien

• Den Kindern ein Vorbild sein

 

10.9.Religiöse Erziehung

Wir sind ein katholischer Kindergarten und wollen den Kindern  einen Lebens-,  Erfahrungs- und Lernort für den Glauben bieten.

Wir geben den Kindern Halt und Orientierung durch christliche Werte und Traditionen, suchen gemeinsam nach Antworten auf ihre existentiellen und religiösen Fragen.

Wir achten die unterschiedlichen Religionen und Kulturen unserer Kinder und Familien, begegnen ihnen mit Offenheit und Interesse und sehen die Verschiedenheit als Chance voneinander zu lernen.

Religiöse Erziehung im Kindergarten findet nicht erst dort statt, wo ausdrücklich von christlichem Glauben die Rede ist, sondern dort wo Kinder im Alltag miteinander zusammen kommen.

In der Beziehung zwischen Eltern, Kindern und Erzieher sollten sie die Erfahrung machen, dass sie so wie sie sind erwünscht und angenommen werden.

Die Kinder lernen, dass es gut ist, solidarisch zu sein und anderen zu helfen. Sie lernen Toleranz, die Achtung der Umwelt und der Mitmenschen vor allem durch das Vorbild der Erwachsenen.

Es ist uns wichtig, dass Eltern und Kinder mit uns kirchliche Feste und Feiertage und deren Bedeutung bewusst erleben und dass sie Anknüpfungspunkte für ihr weiteres Leben finden können.

Es ist unser Ziel, dass die Kinder:

•        Christliche Kultur, Traditionen und Werte kennen lernen

•        Ein Gefühl für die Schöpfung und das Leben entwickeln

•        Die Möglichkeit erhalten eine gute Beziehung zu Jesus einzugehen

•        Erfahren, dass Gott jemand ist, der sich für sie interessiert, sie liebt und  

          annimmt.

 

Unsere Ziele erreichen wir durch:

•        Achten der verschiedenen Religionen und Kulturen

•        Feiern von religiösen Festen und Gottesdiensten

•        Besuchen und kennen lernen der Kirche

•        Erzählen von religiösen Geschichten und nachspielen von Bibelszenen          

         (z. B. Bibelwochen, religionspädagogische Angebote)

•        Religiöse Begleitung durch den Pfarrer

 

11.Der Übergang zur Schule

11.1.Schulvorbereitung und Zusammenarbeit

       Kindergarten - Grundschule

In unserer Einrichtung werden die Kinder durch ganzheitliche Bildung auf die Schule vorbereitet. Von der Aufnahme in den Kindergarten bis zum Wechsel in die Schule entwickeln sie sich kontinuierlich weiter.

Die Anforderungen, die an sie gestellt werden, entsprechen ihrem Alter und ihren Fähigkeiten.

Im Laufe der Kindergartenzeit bekommen sie wichtige Kompetenzen in sozialen, kognitiven, physischen, emotionalen und sprachlichen Bereichen.

Im letzten Kindergartenjahr werden speziell abgestimmte Angebote für den Wechsel in die Schule vorbereitet und durchgeführt.

Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule stellt für die Kinder, ähnlich wie der Eintritt in den Kindergarten eine entscheidende Veränderung in ihrer Entwicklung dar. Die Kinder kommen aus der gewohnten, in eine fremde Umgebung - neue Anforderungen und Erwartungen werden an sie gestellt. Die Einschulung ist in der Regel auch für die Eltern ein wichtiger Schritt im Leben ihrer Kinder. Der Übergang muss sorgfältig gestaltet werden, denn er soll für die Kinder der Beginn einer weiteren positiven Entwicklungsphase sein.

In Zusammenarbeit mit den zuständigen Grundschulen werden verschiedene Aktionen geplant, um den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu erleichtern.

 

Angebote für die Vorschulkinder:

  • Besuch in der Schule mit Teilnahme an einer Unterrichtsstunde (Schnupperstunde)
  • Gemeinsame Unterrichtsstunden im Fach Sport und Sachunterricht
  • Projekte für die Vorschulkinder
  • Experimentiertage

 

Zusammenarbeit mit der Schule:

  • Gegenseitige Hospitationen ( Lehrer- pädagogische Fachkraft)
  • Gemeinsame Workshops und Fortbildungen mit Lehrerinnen und Lehrern
  • Informationsaustausch des Kindergartens und der Schule über Veränderungen, Verordnungen, Rundschreiben etc.
  • Sprachförderung durch die zuständige Grundschule für Kinder im letzten Kindergartenjahr
  • Teilnahme am Sprachfeststellungsverfahren

 

Angebote für die Eltern:

  • Entwicklungsgespräche durch den Kindergarten
  • Elternabend mit Lehrern der Grundschulen
  • Elternabend zum Thema Schulfähigkeit
  • Vorzeitige Schuluntersuchung im Kindergarten

 

12.Beobachtung und Dokumentation

Die Beobachtung ist eine zentrale Aufgabe der päd. Fachkräfte und ein unerlässliches Instrument der Bildungsbegleitung von Kindern. Ebenso wird die Portfolioarbeit zum Gegenstand der pädagogischen Arbeit gemacht. Sie gibt den Eltern und Mitarbeitern die Möglichkeit einen Einblick in die Entwicklung und das Lernen ihres Kindes zu bekommen.                                                                                                            

Ziel der Beobachtung ist es die Individualität, das Verhalten und Erleben des Kindes bewusster wahrzunehmen und es beim Lernprozess zu begleiten und zu unterstützen.

Zudem sind sie eine wertvolle Hilfe für Entwicklungsgespräche mit Eltern, anderen Einrichtungen und uns als Team.

Hieraus ergibt sich ein ganzheitlicher Überblick über die individuellen Lernfortschritte des Kindes. Aus den Beobachtungen, Bildungsthemen und Interessen der Kinder entwickeln die Mitarbeiter das pädagogische Angebot.  Mit folgenden standardisierten Beobachtungs- und Dokumentationsmöglichkeiten wird jedes Kind in regelmäßigen Abständen beobachtet:

 

-   Eingewöhnungsbeobachtung

-   Entwicklungs- und Beobachtungs- Dokumentation (EBD)  

-   Portfolioarbeit

 

Weitere Beobachtungs- und Dokumentationsmöglichkeiten in Anlehnung an:

 

-   Sismik

-   Wiener Entwicklungsbegleiter (WET)

-   Marburger Sprach Screening

-   Lautüberprüfung                                                                                                                                  

 

Quellenverzeichnis: Kindergarten Heute; Petermann und Petermann;  Ulich&Mayr Staatsinstitut für Frühpädagogik IFP; Kastner- Koller/Deimann; Holler Zittlau, Dux, Berger; Germann Frank/Peter Grziwotz Sprachheilzentrum Ravensburg   

 

Datenschutz: 

Alle Beobachtungen und Lerndokumentationen unterliegen dem Datenschutz. Sie werden nur mit Einverständnis der Eltern an Dritte weitergegeben. Außerdem werden sie nach angemessener Zeit ordnungsgemäß vernichtet.

 

13.1.Zusammenarbeit mit Eltern

Damit der Kindergarten seine Aufgabe als familienergänzende Einrichtung wahrnehmen kann, ist es erforderlich, dass Eltern und Erzieherinnen vertrauensvoll eng zusammenarbeiten.

Folgende Angebote für die Eltern bieten wir an:                                                                                                    

  •  Begleitung bei Übergängen
  •       Aufnahmegespräch mit der Leitung
  •  Infoabend für alle neuen Eltern mit Führung durch die Einrichtung.
  •  Elternabend für neue Eltern
  •  gemeinsame Gestaltung der Eingewöhnung
  •  Eingewöhnungsgespräche nach ca. 8 Wochen
  • -   Möglichkeiten der Hospitation

 

Information und Austausch

-   Elterngespräche über die Entwicklung des Kindes

-   Regelmäßige Information über die pädagogische Arbeit durch Aushänge,  

     Elternabende und Elternbriefe

-   Befragung über Öffnungszeiten und Angeboten in der Einrichtung

-   Beratung und Vermittlung von Fachdiensten

-   einmal im Monat Elterncafe

 

Angebote für den Übergang zur Schule

-   Elterngespräche

-   Elternabend gemeinsam mit Lehrern der Grundschulen

 

Mitarbeit der Eltern

Wir freuen uns, wenn Eltern aktiv im Kindergarten mitarbeiten. Sie haben dazu die Möglichkeit im Elternbeirat oder bei verschiedenen Aktionen  wie z.B. Festen und Feiern.

 

13.2.Beschwerdemanagment

Es gibt in unserer Einrichtung verschiedene Möglichkeiten eines Feedbacks.

Für Eltern:

  • Gespräche mit den Erzieherinnen der Gruppe in der Bring- und Abholzeit („Tür- und Angelgespräche“)
  • Elternabende
  • Elterngespräche
  • Über die Elternvertreter oder den Elternrat
  • Gespräche mit der Kindergartenleitung
  • Gespräche mit der Kindergartenverwaltung oder dem Träger
  • Bedarfsabfrage einmal im Jahr
  • Elternfragebogen

Was ist ein Feedback?

Eltern soll die Möglichkeit gegeben werden zeitnah Wünsche, Anregungen, Bedenken, Fragen und Unwohlsein äußern zu dürfen. Nur dann kann eine Weiterentwicklung der Qualität unserer pädagogischen Arbeit und eine gute Zusammenarbeit gewährleistet werden.

 

Für Kinder:

  • Morgenkreis / Stuhlkreis / Morgenimpuls
  • Vorschulkindertreffen
  • Über die Eltern
  • Konfliktlösungsstrategien mit der Erzieherin erarbeiten
  • Gespräche im Vertrauen

 

Im Bezug auf Partizipation ist es wichtig, dass Kindern die Möglichkeiten gegeben werden, ihre Wünsche und Vorstellungen sowie ihre Kritik äußern zu dürfen. Auch eine Beschwerde oder Feedback eines Kindes ist uns wichtig und muss ernst genommen werden.

 

Für Mitarbeiter:

  • Mitarbeitergespräche mit der Leitung
  • Teamsitzungen, sowohl im Kleinteam als auch im gesamten Team
  • Gespräche mit Eltern, Fachpersonal anderer Ämter oder Einrichtungen
  • Gespräche mit Therapeuten
  • Gespräche mit dem Träger

Diese Möglichkeiten bieten den Mitarbeitern ihre Arbeit zu reflektieren  und sollen zur Unterstützung dienen.

 

Wichtig für alle Gespräche dieser Art:

  • Wertschätzende Haltung gegenüber seines Gesprächspartners
  • Bereitschaft beider Seiten konstruktive Kritik anzunehmen
  • Bereitschaft gegebenenfalls etwas ändern zu müssen

Gespräche werden von den Mitarbeitern dokumentiert.

 

14.Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen

 

Im Interesse von Kompetenzvernetzung stehen wir als Kindertagesseinrichtung im Kontakt zu unterschiedlichen Institutionen. Dazu zählen neben den weiteren  Kindertagesstätten, auch  Ämter, Behörden, Ärzte und Therapeuten sowie andere soziale und kirchliche Einrichtungen.  

Wir arbeiten mit folgenden Fachdiensten und Einrichtungen zusammen:

•   Kirchengemeinde

•   Kindergärten der Stadt Dinklage

•   Stadt Dinklage

•   Jugendamt und Sozialamt des Landkreises Vechta

•   Gesundheitsamt

•   Logopäden, Ergotherapeuten, Krankengymnasten

•   Frühförderung

•   Sprachheilkindergarten

•   Heilpädagogischer Kindergarten

•   Kinderärzte, Fachzentren

•   Psychologen

•   Fachberatung LCV (Landescaritasverband)

•   Offizialat

•   Erziehungsberatungsstelle

•   Familienservicebüro

  • Fit Sprechstunde
  • Landesjugendamt

 

 

15.Zusammenarbeit mit Praktikanten (w/m)

Unser Kindergarten bietet Praktikumstellen für verschiedene Ausbildungsberufe und Schulformen an:

 

- Schüler der Allgemeinbildenden Schulen

- Sozialassistent

- Erzieher

- Fachoberschüler/ Sozialwesen

- Heilpädagogik/Heilerziehungspflege

- Studenten unterschiedlicher Universitäten

 

Jeder Praktikant wird von einer pädagogischen Fachkraft angeleitet. Die Praktikanten lernen unsere pädagogische Arbeitsweise und wiederkehrende Arbeitsabläufe im Kindergarten kennen. Sie bekommen Raum und Zeit ihre eigenen Ideen in Absprache mit der pädagogischen Fachkraft auszuprobieren und theoretische Kenntnisse in die Praxis umzusetzen.

Die praktische Arbeit wird gemeinsam mit der pädagogischen Fachkraft und der Lehrkraft aus der Schule reflektiert. Ein regelmäßiger Austausch zwischen den Schulen und dem Kindergarten findet statt.

Jeder Praktikant unterschreibt zu Beginn des Praktikums eine „Praktikantenvereinbarung“.

Diese Vereinbarung beinhaltet verschiedene Aufgaben und Pflichten des Praktikanten im Kindergarten. Ferner verpflichtet ihn sich über Vorgänge in der Praxisstelle Verschwiegenheit zu bewahren.

 

 

16.Unser Auftrag bei Kindeswohlgefährdung (§8a SGB)

 

Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn das körperliche, geistige  bzw.  seelische Wohl eines Kindes durch das Tun oder Unterlassen der Eltern oder Dritter gravierende Beeinträchtigungen erleidet, die dauerhafte oder zeitweilige Schädigungen in der Entwicklung des Kindes zur Folge haben oder haben können.

Bei einer Gefährdung muss die Beeinträchtigung, die das Kind erleidet, gravierend sein und es muss die biographisch zeitliche Dimension beachtet werden.

Kindeswohl bezieht sich auf gegenwärtige, vergangene und auch zukünftige Lebenserfahrung und Lebensgestaltung eines Kindes.

(Definition nach dem DJI)

 

Vor dem Hintergrund dramatischer Fälle von Misshandlungen und  Vernachlässigungen hat der Gesetzgeber durch Hinzufügung des § 8a im (SGB8) den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung verstärkt. Kindertagesstätten sind damit in den Schutzauftrag einbezogen worden-sie haben hier eine besondere Verantwortung und sind zur erhöhter Aufmerksamkeit verpflichtet.

 

Zur Erfüllung des gesetzlichen Schutzauftrages hat unser Träger, die Kirchengemeinde St. Catharina Dinklage, eine Vereinbarung mit dem Jugendamt des Landkreises Vechta abgeschlossen. Hier ist festgelegt, wie die pädagogischen Fachkräfte in unserer Einrichtung bei Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung vorzugehen haben. Die Vereinbarung sieht vor, eine Einschätzung des Gefährdungsrisikos unter Hinzuziehung einer sog. erfahrenen Fachkraft vorzunehmen, die Eltern dabei einzubeziehen (soweit der Schutz des Kindes dadurch nicht in Frage gestellt ist) und sie auf geeignete Hilfs- und Unterstützungsangebote hinzuweisen. Falls diese Bemühungen keine Wirkung zeigen, ist das Jugendamt zu informieren. In besonderen Ausnahmesituationen, in denen eine akute Kindeswohlgefährdung vorliegt, muss eine sofortige Mitteilung an das Jugendamt erfolgen. Die zu treffenden Maßnahmen zum Schutz des Kindes wie auch die Gewährung von Hilfen für die Familie obliegen nach wie vor dem Jugendamt.

Um der verantwortungsvollen Aufgabe des Schutzauftrages gerecht zu werden, sind alle pädagogischen Kräfte unserer Einrichtung im Rahmen einer teambezogenen Schulung im Umgang mit dem §8aSGB  VIII vertraut gemacht worden.  In regelmäßigen Abständen finden Fortbildungsmaßnahmen zu dieser Thematik statt.

Darüber hinaus reflektieren wir in Teamgesprächen die Erfahrungen mit den Regelungen zum Kinderschutz und greifen bei Bedarf auf die Unterstützung der sog. erfahrenen Fachkraft zurück.

 

Das Wohl der uns anvertrauten Kinder hat für uns oberste Priorität!

 

Nicht alle Auffälligkeiten, die wir bei den Kindern wahrnehmen, sind ein Hinweis darauf, dass sie gefährdet sind.

 

Dennoch besteht, in bestimmten Fällen, ein Hilfebedarf bei Kind und Eltern. Unser Anliegen ist deshalb in erster Linie, mit Eltern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu gestalten und sie ggf. rechtzeitig auf geeignete Unterstützungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen.

Auf diese Weise können wir gewährleisten, dass alles getan wird, um die Lern- und Entwicklungsprozesse der uns anvertrauten Kinder zu fördern und die Familien entsprechend zu unterstützen.

 

 

17.1.Qualitätsmanagement

 

Unser Team hat von Januar 2006 – März 2008 an einem QM - Projekt des LCV Oldenburg teilgenommen.

Um den heutigen Qualitätsansprüchen zu entsprechen, war unser wichtigstes Ziel, unsere pädagogische Arbeit, unsere Ressourcen und den Faktor Zeit zu verbessern und zu optimieren.

Durch Aushänge, schriftliche Elterninformationen und Dokumentationen von Projekten und Aktivitäten erhalten Eltern einen Einblick in unsere Kindergartenarbeit.

Im regelmäßigen Austausch werden Elternbefragungen zum Betreuungsangebot und zur Zufriedenheit mit der Einrichtung durchgeführt.

Im Rahmen dieses QM - Projektes haben wir ein Handbuch erstellt, indem Inhalte und Arbeitsabläufe zur personellen, pädagogischen und organisatorischen Arbeit in unserer Einrichtung detailliert beschrieben werden.

 

Qualitätsmanagement bedeutet:

 

-   Qualitätspolitik entwickeln

-   Ziele und Verantwortlichkeiten festzulegen

-   Qualität zu planen,

-   Qualität zu lenken,

-   Qualität zu sichern,

-   Qualität zu dokumentieren und

-   Qualität zu verbessern.

 

17.2.Qualitätssicherung

Qualitätsentwicklung in der Einrichtung bedeutet, dass die Ziele der pädagogischen Arbeit bestimmt werden und dass das Handeln, die Strukturen und alle Prozesse im Alltag der Einrichtung einer Reflexion im Sinne der gemeinsamen Qualitätsziele unterworfen werden.

Die Qualitätssicherung dient der Herstellung von Transparenz der pädagogischen Arbeit nach innen und außen und ermöglicht es festzustellen, in wieweit die Ziele erreicht wurden.

Die Fachkräfte überprüfen die von ihnen entwickelten Qualitätsziele, indem sie die von ihnen festgelegten Merkmale erfassen, werten und im Rahmen der pädagogischen Arbeit weiterentwickeln.

In unserem Team arbeiten mehrere Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Qualifikationen. Jedes Teammitglied bringt verschiedene Absichten, Vorstellungen, Perspektiven, Lebensphilosophien, Stärken und Schwächen mit. Wir sehen in den individuellen Unterschiedlichkeiten, eine Vielfalt des Teams und die Chance der Teamarbeit zur Erweiterung der Kompetenzen und zur Erhöhung unserer Qualität. Die persönlichen Fähigkeiten als auch die Persönlichkeit jedes Teammitglieds sind Bestandteile zur positiven Weiterentwicklung der Einrichtung. Wissen und Erfahrung werden untereinander ausgetauscht, jeder lernt vom anderen dazu.

Wechselseitiger Austausch von Informationen, Anforderungen und Vereinbarungen tragen zur Qualität bei. Verbundenheit und Autonomie eines jeden Einzelnen werden gelebt um den gemeinsamen Auftrag qualitativ zu erfüllen. Vertrauen und Offenheit und ein der gemeinsamen Verantwortung verpflichtetes Engagement sind die Basis unserer Teamarbeit. Wir haben als Team den Anspruch auf die Entwicklung von gemeinsamen Zielen, Absprachen, Kooperation und Reflexionen.

 

Die Formen zur Qualitätssicherung

  • Dienstbesprechungen

Dienstbesprechungen finden jede Woche statt, in einer Woche im kleinen Team und in der zweiten Woche im gesamten Team. Sie beinhalten die Reflexion der pädagogischen Arbeit, die Organisation von Rahmenbedingungen, Planung und Erarbeitung von dem im Konzept verankerten Zielen und Aufgaben, sowie Fallbesprechungen.

 

  • Pädagogische Arbeit

Gezielte Beobachtungen sind ein fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Sie werden zeitnah dokumentiert und im Team durch ein gemeinsames Gespräch reflektiert (gruppenintern).

 

  • Portfolio

Hier handelt es sich um eine Sammlung von „Produkten“ kindlicher Aktivitäten (z.B. Fotos, Geschichten, Bilder usw.).

 

  • Fortbildungen

Das Team nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil.

 

  • Mitarbeitergespräche

Einmal im Jahr führt die Leiterin mit den Mitarbeitern ein Mitarbeitergespräch.

 

  • Elternarbeit

Es besteht die Möglichkeit zweimal im Jahr ein Elterngespräch über den Entwicklungsstand des Kindes in Anspruch zu nehmen. Außerdem laden wir zu Elternabenden und gruppeninterne Veranstaltungen ein.

 

  • Öffentlichkeitsarbeit

Wir berichten über unsere pädagogische Arbeit, Feste und Veranstaltungen in der Presse.

 

 

18.Ausblick

 

Die vorliegende Konzeption ist keine endgültige Fassung. Sie wird immer wieder Veränderungen unterliegen und zu überarbeiten sein. Sie orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien, den pädagogischen Erkenntnissen und gesetzlichen Bestimmungen. Wir wollen den Kindern gute und kompetente Wegbegleiter auf Ihrem Weg durch die Kindergartenzeit sein. Für Fragen zur Konzeption stehen wir gerne zur Verfügung

 

Diese Konzeption wurde im März 2017 neu überarbeitet durch die Mitarbeiterinnen des Kindergartens.

 

Leitung: Tanja Naß

 

Stand 07.03.2017